Schufa Eintrag löschen lassen

Schufa Eintrag
Die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist die führende Auskunftei in Deutschland. Sie hält viele kreditrelevante Informationen für Kreditgeber und Kreditnehmer bereit und leistet damit einen wesentlichen Beitrag für das Zustandekommen von Verträgen aller Art. Insgesamt hält die Schufa über 460 Millionen Datensätze von etwa 66 Millionen Bundesbürgern gespeichert, die sie unter Unterstützung von mehr als 7 000 Vertragspartnern gesammelt hat.

Die überwiegende Mehrheit dieser Schufa-Einträge ist positiv. Sie bezeugen, dass im Zahlungsverhalten von Kunden, beispielsweise bei Handyverträgen, Leasingverträgen oder dem Tilgen von Krediten, bislang keine Komplikationen aufgetreten sind und der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen stets fristgerecht nachgekommen ist. Ein Negativeintrag bei der Schufa bedeutet, dass es in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten gekommen ist und der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht wie vereinbart nachgekommen ist. Dann erfolgt jedoch nicht unmittelbar ein Negativeintrag bei der Schufa.

Vielmehr erhält der Schuldner zunächst zwei Mahnungen, zwischen der ersten Mahnung und dem Negativeintrag bei der Schufa müssen dabei mindestens vier Wochen vergangen sein. Widerspricht der Schuldner der ursprünglichen Rechnung und den Mahnungen nicht, kann es daraufhin zu einem Negativeintrag bei der Schufa kommen. Beachtenswert ist, dass die Mahnungen sehr konkret formuliert sein, eine Fristsetzung enthalten sowie auf einen drohenden Schufaeintrag hinweisen müssen.

Da aufgrund von unberechtigten Forderungen ebenfalls SCHUFA-Einträge erfolgen können, lohnt es sich unter Umständen gegen Negativeinträge gerichtlich vorzugehen. Kreditgeber wie Banken oder Versicherungen fragen SCHUFA-Einträge regelmäßig ab. Ein negativer SCHUFA-Eintrag führt dazu, dass die Bonität von Schuldnern angezweifelt wird, Banken Kreditaufnahmen verweigern, Leasinggeschäfte unter Umständen nicht zustande kommen und Privatpersonen bei der Ausgabe von EC- und Kreditkarten nicht berücksichtigt werden.

Voraussetzungen für das Löschen eines Eintrags

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass ein Negativeintrag bei der Schufa gelöscht wird. Die Frist für das Löschen von SCHUFA-Einträgen beträgt nach dem Bundesdatenschutzgesetz drei Jahre zum Ende des Kalenderjahres. Es gibt jedoch gemäß § 35 BDSG Ausnahmen. Unzulässige Speicherungen von Daten müssen sofort berichtigt werden. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Gericht feststellt, dass eine Forderung, die zum SCHUFA-Eintrag geführt hat, nicht rechtskräftig ist. Unter diesen Punkt fallen auch sämtliche Fehlinformationen wie falsche Adresse, veraltete Kontodaten oder Kredite, die falschen Personen zugeordnet wurden.

Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen (Insolvenzverfahren, Erzwingungs-Haftbefehle) werden erst nach drei Jahren gelöscht, Kreditdaten und unregelmäßige Zins- und Tilgungszahlungen (entgegen des bestehenden Vertrags) werden ebenfalls erst drei Jahre nach vollständiger Tilgung des Kreditbetrags gelöscht. Ein Rechtsanspruch auf vorzeitige Löschung besteht nur im Ausnahmefall von § 35 BDSG. Ohne Einwilligung des Gläubigers kann die SCHUFA keine vorzeitige Löschung des Negativeintrags vornehmen. Wer also eine vorzeitige Löschung eines Eintrags erwirken möchte, ist auf die Mithilfe der Gläubiger angewiesen und sollte diese unter Schilderung seiner Lage direkt anschreiben. Wurde die Forderung beispielsweise vom Schuldner beglichen, kann der Gläubiger einen Erledigt-Vermerk an die SCHUFA übermitteln. Erst dann ist eine vorzeitige Löschung des Eintrags von Seiten der SCHUFA möglich.

Da mit einem negativen SCHUFA-Eintrag eine maßgebliche Beeinträchtigung im Geschäftsleben verbunden ist, und solch ein Eintrag nicht selten zu einer Existenzbedrohung ausufert, lohnt es sich in vielen Fällen eine anwaltliche Beratung zum Vorgehen gegen negative SCHUFA-Einträge einzuholen sowie eine Löschung eines Negativeintrags – oder zumindest eine Eintragung eines Erledigt-Vermerks – anzupeilen.

MPH Legal Services vertritt Betroffene bundesweit gegen die Schufa.

Ist die Schufa eine offizielle Einrichtung? Dürfen die das?

Entgegen der gängigen Meinung ist die Schufa KEINE behördliche Einrichtung. Die SCHUFA Holding AG ist eine privatwirtschaftlich organisierte deutsche Wirtschaftsauskunftei, die von kreditgebenden Unternehmen getragen wird. Allerdings haben Schufa-Einträge sehr hohe Akzeptanz. Ein negativer Eintrag hier hat fast so etwas wie offiziellen Charakter. Man sollte einen Schufa-Eintrag daher auf jeden Fall ernst nehmen.

Wie kann ich erfahren, ob es einen Schufa-Eintrag gibt?

Einmal pro Jahr hat jeder Bürger das Recht, eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft anzufordern, um seine dort gespeicherten Daten auf Richtigkeit zu überprüfen. Von diesen hängt schließlich ab, ob beispielsweise ein Kredit gewährt wird oder eine Wohnung gemietet werden kann. Natürlich können auch – gegen ein geringes Entgelt – diese so genannten Schufa-Selbstauskünfte abgefragt werden. Dies kann z.B. nötig werden, falls man sich um eine Wohnung bewirbt.

Wer kann diese Einträge sehen?

Die Vertragspartner der SCHUFA, also die anfragenden Unternehmen. Dies sind Banken, Finanzierer jeder Art, aber auch Telekommunikations-Firmen wie die Telekom oder Handy-Anbieter wie o2. Man kann davon ausgehen, dass alle größeren Unternehmen, die für ihre Kunden in Vorausleistungen gehen, vorab eine Schufa-Abfrage vornehmen. Nicht immer gibt es dabei eine Absage, z.B. nicht, wenn Anträge veraltet oder geringfügig sind.

Wie kommt es zu einem Schufa-Eintrag?

Zu einem negativen Schufa-Eintrag kommt es in der Regel dann, wenn Sie Ihren vertraglich festgelegten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Allerdings darf in so einem Fall nicht sofort ein Schufa-Eintrag erfolgen. Zunächst müssen Sie zwei Mahnungen erhalten, und zwischen der ersten Mahnung und dem Schufa-Eintrag müssen mindestens vier Wochen liegen. Ansonsten darf die Eintragung eines negativen Schufa-Eintrags dann erfolgen, wenn die offene Rechnung „rechtskräftig“ festgestellt wurde. Das heißt, wenn entweder ein gerichtliches Urteil über die Forderung ausgesprochen wurde und die Rechtsmittelfrist abgelaufen ist (die Rechtsmittelfrist ist der Zeitraum, in dem gegen das Urteil ein Rechtsmittel eingelegt werden darf, also Berufung oder Revision), oder wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid und ein gerichtlicher Vollstreckungsbescheid ergingen, und weder Widerspruch noch Einspruch dagegen eingelegt wurden. Übrigens: Mit einem Schufa-Eintrag dürfen Forderungseigentümer nicht drohen. Dazu gibt es höchstrichterliche Entscheidungen.

Gibt es unberechtigte Schufa-Einträge?

Die Erfahrung aus derPraxis lehrt, dass viele SCHUFA- Einträge unberechtigt zustande kommen und auch oft ohne Wissen der Betroffenen. Vielfach haben sich Vertragspartner wie Banken oder Mobilfunkanbieter der Betroffenen nicht korrekt verhalten, weshalb die Betroffenen eine Rechnung nicht oder nicht rechtzeitig bezahlt haben und trotzdem bewirken Erstere einen negativen Eintrag bei der SCHUFA, teilweise auch „ins Blaue hinein“ oder automatisiert, ohne die Berechtigung eines solchen Eintrages hinreichend zu prüfen.

Wie lange dauert es, einen Schufa-Eintrag löschen zu lassen?

In einfach gelagerten Sachverhalten 2-4 Wochen. Soweit mit dem Vertragsunternehmen, welches die Meldung gemacht hat, seitens der Schufa Rücksprache geführt werden muss, kann es bis zu 6 Wochen dauern.

Wenn ich meine Schulden bezahle, ist dann sofort der Eintrag verschwunden

Ja, aber es dauert etwas: Eine Löschung geschieht in der Regel dann, wenn innerhalb von 6 Wochen bezahlt wird und die Forderung unter € 2.000,00.- lag und nicht tiluliert war.

Wie lange steht so ein Eintrag? Erlischt er irgendwann automatisch

Als Grundregel gilt: Einträge werden 3 Jahre vermerkt. Danach müssen entsprechende Einträge gelöscht werden.

Ich habe aufgrund eine ungerechtfertigten Eintrags einen Job nicht bekommen. Kann ich dagegen vorgehen?

Im Falle eines unberechtigten SCHUFA-Eintrages ist auch stets an Schadensersatzansprüche aufgrund der oftmals entstandenen Nachteile zu denken. Es gibt klare Regeln für falsche Verdächtigungen oder Verunglimpfungen. Erleidet man Schaden aufgrund ungerechtfertigter Schufa-Einträge, dann kann man die Verantwortlichen zu Schadensersatz heran ziehen.

Brauche ich einen Anwalt, um meine Schufa-Einträge in Ordnung zu bringen?

Dies ist aufgrund der Komplexitiät und der vielschichtigen Gründe eines Eintrags unbedingt zu empfehlen. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass ablehnende Bescheide sorgfältiger geprüft, wenn Ansprüche anwaltich angemeldet werden.

Gibt es Musterbriefe für Schreiben an die Schufa?

Musterbriefe - auf Auskunftserteilung - lassen sich zum Teil im Internet finden, so z.B. auf http://druckeselbst.de/briefvorlagen/schufa-auskunft.html.

Kann es sein, dass Schulden unter 50 Euro zu einem Schufa-Eintrag führen?

Auch Kleinstforderungen können zu einem Schufa-Eintrag führen.

Werden Pfändungen und Haftbefehle in der Schufa vermerkt?

Bei einer Kontopfändung meldet aber die Bank als Mitgliedsunternehmen die Pfändung an die Schufa, gleichgültig woher die Schulden kommen. Die Abgabe eidesstattlicher Versicherungen werden von der Schufa auch bei den Amtsgerichten abgefragt und eingetragen.Haftbefehle zur Erzwingung der Eidesstattlichen Versicherung und Eidesstattliche Versicherungen (Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte) werden vermerkt.

Wie alt muss man sein, um einen Schufa-Eintrag bekommen zu können?

Zu einem negativen Schufa-Eintrag kommt es in der Regel dann, wenn Sie Ihren vertraglich festgelegten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Allerdings darf in so einem Fall nicht sofort ein Schufa-Eintrag erfolgen. Zunächst müssen Sie zwei Mahnungen erhalten, und zwischen der ersten Mahnung und dem Schufa-Eintrag müssen mindestens vier Wochen liegen. Ansonsten darf die Eintragung eines negativen Schufa-Eintrags dann erfolgen, wenn die offene Rechnung „rechtskräftig“ festgestellt wurde. Das heißt, wenn entweder ein gerichtliches Urteil über die Forderung ausgesprochen wurde und die Rechtsmittelfrist abgelaufen ist (die Rechtsmittelfrist ist der Zeitraum, in dem gegen das Urteil ein Rechtsmittel eingelegt werden darf, also Berufung oder Revision), oder wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid und ein gerichtlicher Vollstreckungsbescheid ergingen, und weder Widerspruch noch Einspruch dagegen eingelegt wurden. Übrigens: Mit einem Schufa-Eintrag dürfen Forderungseigentümer nicht drohen. Dazu gibt es höchstrichterliche Entscheidungen.

Mein geschiedener Mann hatte viele Schufa-Einträge, was bedeutet das für mich?

Diese Einträge können dann von Relevanz sein, wenn Erwerbsgeschäfte in der Ehe von beiden Ehepartnern gemeinsam eingegangen werden.

Kann man berechtigte Einträge löschen lassen?

Dies gilt unter Umständen mit der Zustimmung des Schuldners oder wenn sich herausstellt, dass die Verbindlichkeit eigentlich erledigt ist

Rechtsanwalt Dr. Heinzelmann ist Ihr Begleiter in allen Fragen rund um die Schufa - deutschlandweit!